28.06.2009 - Alle 40 Sekunden ein Rotkreuz-Einsatz in Niederösterreich
Rotkreuz-Generalversammlung im Zeichen von 150 Jahre Freiwilligkeit
Mehr Freiwillige, mehr Ausfahrten, mehr Leistung – aber weniger Geld von den Kostenträgern: Das Rote Kreuz Niederösterreich zog bei seiner 142. Generalversammlung am Sonntag in Waidhofen an der Thaya eine durchaus differenzierte Bilanz über das Arbeitsjahr.
Die Generalversammlung stand ganz im Zeichen von 150 Jahre Freiwilligkeit, denn 1859 bei der Schlacht von Solferino wurde diese Idee von Gründer Henry Dunant geboren und in die Tat umgesetzt. „Ohne Freiwillige, die ehrenamtlich ihren Dienst aus Liebe zum Menschen versehen, ist das Rote Kreuz nicht vorstellbar“, betonte Rotkreuz-Präsident Willi Sauer. Die Bilanz der Leistungen des Roten Kreuzes sei durchaus sehenswert: denn mit 12.382 ist die Zahl der aktiven Freiwilligen im Vergleich zum Vorjahr (11.990) um 3,27 Prozent angestiegen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2,794 Millionen Stunden freiwillig geleistet, das ist eine Steigerung von 3,01 Prozent gegenüber 2007 (2,713 Mio. Stunden). „Die neuerliche Steigerung der Stundenleistung der Freiwilligen in Niederösterreich ist nicht hoch genug einzuschätzen“, betonte Sauer. Müsste man für diese engagierte und couragierte Leistung der Freiwilligen bezahlen, würden das Mehrkosten von rund 75 Millionen Euro bedeuten.
Die Meilensteine der Tätigkeiten waren – neben der tagtäglich mit großem Engagement verrichteten Arbeit – unter anderem die aktive Unterstützung des Wiener Roten Kreuzes bei der Durchführung der Sanitätsversorgung im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft. In Wien und Niederösterreich gemeinsam fielen dabei bei 2.500 eingesetzten MitarbeiterInnen 32.000 Einsatzstunden an. „Ab Juli 2008 startete auch die Implementierung des digitalen Funksystems TETRA, die inzwischen mit 1.350 Geräten abgeschlossen ist“, erklärte Landesrettungskommandant Fritz Eigenschink. Ehrengast der Veranstaltung war Prof. Norbert Gollinger, Landesdirektor des ORF Niederösterreich, der mit seinem Festvortrag „Information im Krisenfall – Im Spannungsfeld zwischen Verantwortung und Quotenjagd“ einen tiefen Einblick in die tägliche Arbeit der ORF-Mannschaft gab. Präsident Willi Sauer überreicht im Anschluss die Ehrenmitgliedschaft des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband Niederösterreich, an Prl. KR Mag. Maximilian Fürnsinn, Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg und 1. Vorsitzender der Österreichischen Superiorenkonferenz, und an Dkfm. Otto Frummel. Otto Frummel bekleidete 30 Jahre lang die Funktion des Bezirksstellenleiters in Laa an der Thaya und setze sich neben dem Auf- und Ausbau der Bezirksstelle in vielfältiger Form für das Rote Kreuz ein.
„Das Rote Kreuz Niederösterreich hat 2008 mit mehr als 12.000 Freiwilligen, 756 Hauptberuflichen und 804 Zivildienern in fast drei Millionen Stunden mehr als 682.000 Menschen rasch und kompetent betreut“, erklärt Präsident Willi Sauer. „Ich möchte mich hier für die engagierte Arbeit aller Rot Kreuz Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Niederösterreich bedanken.“
Waidhofen/Thaya, 28. Juni 2009
26.06.2008 - Gesetzesnovelle hebt Altersgrenze für Blutspenden auf
Wien (Rotes Kreuz) – „Über diese Änderung haben sich tausende ältere Spenderinnen und Spender wirklich sehr gefreut“, sagt Werner Kerschbaum, stv. Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, über die Aufhebung der Altersgrenze für Blutspender. Seit 20. Juni 2008 ist die Geburtsurkunde kein Ausschließungsgrund für die lebenswichtige Spende, zumindest nach oben hin.
Dank für die Initiative, Blutspenden künftig zu erleichtern, gilt Bundesministerin Andrea Kdolsky. „Das ist ein wichtiger Schritt, um die flächendeckende Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit sicheren Blutprodukten zu gewährleisten“, kommentiert die Bundesministerin die Novelle BGBl. Nr. 217/Teil2/2008.
„Gerade zur bevorstehenden Reise- und Urlaubszeit, in der wir erfahrungsgemäß einen Spenderrückgang beobachten, kommt die Aufhebung der Altersgrenze zum besten Zeitpunkt“, so Kerschbaum.
„Das Alter wird heute nicht mehr nach dem Geburtsdatum, sondern nach dem körperlichen, psychischen und sozialen Status beurteilt. Die neue gesetzliche Regelung nimmt diesen Trend auf. Dennoch muss besonders bei älteren Blutspendern die nötige Sorgfalt gewahrt werden – sie dürfen selbst nicht durch den Blutverlust gefährdet werden“, erklärt Primaria Dr. Katharina Pils, Chefärztin des Österreichischen Roten Kreuzes. „Eine verpflichtende ärztliche Untersuchung vor der Blutspende gibt die notwendige Sicherheit. Die Individualisierung der Spendenfähigkeit unabhängig vom Alter ist ein richtiges Zeichen gegen die Altersdiskriminierung.“
Alle Informationen rund um die Blutspende finden Sie unter www.blut.at
19.06.2008 - EURO 2008: Zwischenbilanz des Österreichischen Roten Kreuzes
Stadtplan häufiger im Einsatz als Beatmungsbeutel
Wien (Rotes Kreuz). „Aus der Sicht des Roten Kreuzes kann man eines mit Bestimmtheit sagen: die EURO ist ein großes, aufregendes und friedliches Fest mit Gästen aus ganz Europa“, sagt Rotkreuz-Bundesrettungskommandant Gerry Foitik bei der heutigen Pressekonferenz im Host City Media Center Wien.
Das Rote Kreuz betreut die Fans und Gäste in und um die Stadien, in den Fanzonen und bei Public Viewings in ganz Österreich.
„Wir sind bestens vorbereitet mit mehr als 11.500 Mitarbeitern in diesen größten Einsatz des Roten Kreuzes gegangen. Die Spiele sind bisher in ausgezeichneter und freundschaftlicher Atmosphäre abgelaufen. Trotz der vielen Fans wurde medizinische Hilfe selten benötigt. Aber wir fahren auch Autos mit Airbags und hoffen, dass wir sie nie brauchen“, so Foitik.
Besonders gut funktioniert die Zusammenarbeit mit den Rotkreuz-Schwesterngesellschaften: Guest Support Teams bestehend aus Rotkreuz-Mitarbeitern der Teilnehmerländer, sowie 550 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes unterstützen die österreichischen Kollegen. Ausgezeichnet verläuft auch die Zusammenarbeit mit den Behörden und den Veranstaltern.
Bis jetzt erfolgten knapp 2000 medizinische Interventionen, zum Großteil waren Kreislaufprobleme und geringfügige Verletzungen die Ursache. Im Vergleich dazu leisteten Rotkreuz-Mitarbeiter beim dreitägigen Nova Rock Festival insgesamt ebenfalls 2000 mal Hilfe. „Neben der professionellen medizinischen Versorgung während der EURO 08 bieten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch bei anderen Problemen Unterstützung, wie zum Beispiel der Suche nach dem richtigen Weg“, so Foitik abschließend.
Wien/Manchester (Rotes Kreuz) – Ein Sieger steht schon vor der heutigen UEFA Champions League Begegnung zwischen Manchester United und AS Roma fest: das Rote Kreuz. Um 20:30, 15 Minuten vor Anpfiff, übergibt Cristiano Ronaldo einen Scheck in der Höhe von 100.000 Schweizer Franken (knapp 63.000 Euro) an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK).
Die Spende stammt von der UEFA und kommt der Aktion „Score for the Red Cross" zugute. Über die Homepage www.scorefortheredcross.org können auch Fans die Kampagne des Roten Kreuzes unterstützen. „Die Website bietet Fußballbegeisterten Gelegenheit, viel Spaß zu haben und dabei Gutes zu tun", sagt Manchesters Nummer 7, Cristiano Ronaldo.
(Quelle: ÖRK/Winter)
27.03.2008 - Cristiano Ronaldo unterstützt als UEFA EURO Botschafter das Rote Kreuz
Österreich/Genf (Rotes Kreuz) – Der portugiesische Fußballstar Cristiano Ronaldo wurde zum Botschafter der UEFA EURO 2008 Online-Spendenkampagne „Tore für das Rote Kreuz" ernannt.
Noch bis zum 6. Juli 2008 können Internetbesucher unter www.scorefortheredcross.orgvirtuelle Tore kaufen.
Damit helfen sie ihrem Lieblingsteam, den Titel des "Humanitärsten Teams" zu erringen. Gleichzeitig können die Fans attraktive Preise wie Tickets für die Spiele der EURO 2008 gewinnen.
Die Kampagne „Tore für das Rote Kreuz" wurde von der UEFA und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ins Leben gerufen.
Mit der Hälfte der gesammelten Spenden wird das IKRK Minenopfer in Afghanistan mit Prothesen ausstatten und physiotherapeutisch behandeln.
Zudem wird ihnen die Möglichkeit einer Berufsausbildung geboten. Mit der anderen Hälfte finanzieren nationale Gesellschaften des Roten Kreuzes eigene Projekte. „Das Österreichische Rote Kreuz hilft mit dem Geld in Not geratenen Menschen mit Lebensmittelgutscheinen, Sachspenden und kurzfristiger finanzieller Unterstützung", so Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes.
„Landminenopfer brauchen während der Genesung und Rehabilitation viel Durchhaltewillen und Ermutigung.
Ich habe großen Respekt vor ihnen", sagt Ronaldo, „das Schöne an dieser Kampagne ist, dass alle dabei gewinnen – die Spender wie die Empfänger.
Die Website bietet Fußballbegeisterten Gelegenheit, Spaß zu haben und dabei Gutes zu tun. Was will man mehr?"
Cristiano Ronaldo spielt für Portugal und bei Manchester United und war bei der EURO 2004 und der Weltmeisterschaft 2006 mit dabei.
Er ist stolz, die Rolle des humanitären Botschafters der UEFA und des IKRK wahrzunehmen.
Die UEFA wird für jedes beim kommenden Turnier erzielte Tor 4.000 Euro an das IKRK spenden.
(Quelle: Marecek/ÖRK)
Infos zur Kampagne und zu Cristiano Ronaldo:
http://www.scorefortheredcross.org/De/Austria/
http://www.cristiano-ronaldo.org
http://www.transfermarkt.de/de/spieler/8198/cristianoronaldo/profil.html
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21.03.2008 - Rotes Kreuz zum Weltwassertag am 22. März
Ganz im Zeichen des Wassers steht der 22. März 2008. Was in Österreich eine Selbstverständlichkeit ist, gilt in vielen Regionen als Mangelware: sauberes Trinkwasser.
„Rund 80 Prozent aller Krankheiten in Entwicklungsländern sind auf verschmutztes Wasser und fehlende Abwasserversorgung zurückzuführen.
Jährlich sterben 1,5 Millionen Kinder daran“, sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes.
„Am 22. März sollte sich jeder daran erinnern, dass der Zugang zu Wasser und adäquater sanitärer Versorgung ein Menschenrecht ist.“
Weltweit gibt es 2,6 Milliarden Menschen, denen dieses Recht verwehrt bleibt. Das ambitionierte Ziel der Vereinten Nationen ist es, diese Anzahl bis 2015 zu halbieren.
Das Internationale Rote Kreuz arbeitet an diesem Vorhaben mit. Rund 42 Millionen Euro werden jährlich für die Bereiche Wasser,
Sanitäranlagen und Hygiene-Erziehung von der Hilfsorganisation aufgewendet.
Derzeit sind Experten des Österreichischen Roten Kreuzes den Ländern Sudan, Mosambik, Pakistan, Osttimor und Sri Lanka mit Wasserprojekten beschäftigt.
(Quelle: ÖRK/Andrea Winter)
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04.02.2008 - Aus Liebe zum Menschen
Rotes Kreuz startet Kommunikationsschwerpunkt „Aus Liebe zum Menschen“
Warum für eine Organisation Werbung machen, die ohnehin jeder kennt?
Das Rote Kreuz ist die bekannteste Hilfsorganisation im Land und genießt höchstes Vertrauen und Ansehen in der Bevölkerung. Die Österreicher wissen, dass wir zur Stelle sind, sobald Hilfe gebraucht wird. Ganz selbstverständlich. „Aber gerade diese Selbstverständlichkeit führt dazu, dass die Bereitschaft des Einzelnen, Geld, Zeit oder auch Blut zu spenden, langsam abnimmt. Deshalb müssen wir uns wieder mehr in Erinnerung rufen“, meint Fredy Mayer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes.
Das Rote Kreuz ist mehr als ein Zeichen, es ist eine Idee. Und gute Ideen begeistern immer, auch wenn es sie schon lange gibt. „Wir wollen mit dem neuen Kommunikationsschwerpunkt nicht nur erzählen, was die 50.000 Rotkreuz-Mitarbeiter in Österreich täglich im Dienste der Allgemeinheit tun, sondern warum sie es tun. Warum wir Menschen die Hand reichen, die nicht mehr weiter wissen, warum wir in Situationen helfen, wo manch einer vielleicht lieber wegschaut. Wir tun es "Aus Liebe zum Menschen", erklärt Rotkreuz-Marketingleiter Michael Opriesnig, der gemeinsam mit der Agentur Ogilvy die Kampagne entwickelt hat.
Der Kommunikationsschwerpunkt mit TV- und Kino- Spots sowie Plakat- und Printsujets startet heute, 4. Februar 2008, und „ist nur dank der Unterstützung unserer Sponsoren und der Zusammenarbeit mit den Medienvertretern möglich“, so Michael Opriesnig. „Aus Liebe zum Menschen“ ist mehr als ein Slogan, es ist ein Wegweiser, es ist unsere Motivation. Das Rote Kreuz ist ein unverzichtbarer Teil der österreichischen Gesellschaft. Das soll und wird auch so bleiben.“
(Quelle: ÖRK/Winter)
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St. Pölten (NLK) - Die 2003 eingeleitete Entwicklung, 90 kleinere Leitstellen in Niederösterreich effizient zu bündeln, um Lebensqualität, Sicherheit und Sicherheitsgefühl zu steigern, habe sich zu einem etablierten System entwickelt und werde jetzt mit der Umbenennung des technokratischen Namens LEBIG auf "144 Notruf Niederösterreich" abgeschlossen, gab Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute, 19. Dezember, bekannt. Dahinter stehe die Philosophie, im Notfall alle nötigen Maßnahmen auf höchstem Niveau anbieten zu können und die Ressourcen der Krankentransporte sinnvoll einzusetzen.
2006 sei das Land Niederösterreich als Hauptgeschäftsführer eingestiegen und habe 66 Prozent der Anteile übernommen, das Land nehme damit seine soziale und gesundheitspolitische Verantwortung wahr und habe die Gemeinden und Bezirksstellen massiv entlastet, so Sobotka weiter. Weitere Gesellschafter sind das Rote Kreuz, der ASBÖ und die ÖAMTC-Christophorus-Flugrettung, Kunden sind unter anderem die Berg- und Wasserrettung, der Ärztebereitschaftsdienst etc. Im internationalen Vergleich verfüge der Notruf Niederösterreich über ein hervorragendes Image, Vorzeigemodell sei es vor allem hinsichtlich der Technologie und der erstklassig ausgebildeten 127 Mitarbeiter.
2007 sei über eine Million Mal Hilfe geleistet worden, führte Sobotka aus und betonte, dass die Rettungskette lückenlos immer auch eine Betreuungskette sei. So seien heuer Anweisungen für 1.621 Wiederbelebungsversuche oder andere lebensrettende Maßnahmen sowie 34 Geburten per Telefon gegeben worden. Dass dabei kein einziger Fehler passiert sei, gebe ungeheure Sicherheit. Ingesamt seien 2007 über 2 Millionen Telefonate geführt, 253.213 Notrufe entgegengenommen, über 270.000 Arztkontakte vermittelt und über eine halbe Million Krankentransportanforderungen abgewickelt worden, so Sobotka abschließend.
(Quelle: APA-OTS)
tom/dich
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